Eigenkapital und Nebenkosten realistisch kalkulieren

Zum Immobilienpreis kommen Erwerbsnebenkosten. Wer sie vor der Bankanfrage überschlägt, kann die Finanzierung und seine Liquiditätsreserve sorgfältiger planen.
Welche Erwerbsnebenkosten fallen in Niedersachsen an?
Die Grunderwerbsteuer beträgt in Niedersachsen grundsätzlich 5 % der maßgeblichen Gegenleistung. Dazu kommen in der Regel Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls Maklerkosten. Die tatsächlichen Beträge hängen vom konkreten Erwerb ab.
Beispiel für einen Kaufpreis von 350.000 Euro
| Kaufpreis | 350.000 € |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer (5 %) | 17.500 € |
| Notar und Grundbuch (angenommen 2 %) | 7.000 € |
| Summe ohne Makler und weitere Kosten | 374.500 € |
Die angenommenen 2 % sind ausschließlich ein illustrativer Planungswert. Zusätzlich sollten individuelle Nebenkosten und eine angemessene Reserve berücksichtigt werden.
Wie viel Eigenkapital bleibt nach dem Kauf übrig?
Ein möglichst hoher Eigenkapitaleinsatz kann die Darlehenssumme reduzieren. Eine zu kleine Liquiditätsreserve kann bei Instandhaltung, Umzug und unerwarteten Ausgaben aber problematisch werden. Mit dem Haushaltsbudget beginnen und die individuelle Situation im Gespräch prüfen.
Quellen und Einordnung
Für die jeweils geltende Grunderwerbsteuer ist die Steuerverwaltung Niedersachsen maßgeblich. Die konkrete Bemessungsgrundlage und eventuell abweichende Kosten sind beim Kauf fachlich zu prüfen. Aktualisierungsstand: Oktober 2026.
